Kategorie-Archiv: Allgemein

Anlaufpunkt gegen Arbeitsunrecht – Themenschwerpunkte September, Oktober, November 2017

Konflikte am Arbeitsplatz und kein Land in Sicht? Du willst weniger arbeiten oder ganz aufhören zu arbeiten? Deine Chefin schuldet dir noch Geld? Wir unterstützen dich!

Ab September findet jeden zweiten Sonntag im Monat von 14:00 bis 16:00 Uhr der Anlaufpunkt gegen Arbeitsunrecht im Infoladen Wilhelmsburg (Fährstr. 48) statt. 
Dort überlegen wir, wie wir uns gegen Chefs und Leistungsdruck wehren können.

Denn wir wissen: Nur am Küchentisch zu meckern, bringt uns nicht weiter. Deshalb organisieren wir uns, stehen uns mit Rat und Tat zur Seite, wälzen Rechtsratgeber und planen gemeinsam Aktionen.

Außerdem bereiten wir für jedes Treffen einen Themenschwerpunkt zu Fragen vor, die viele von uns betreffen. Hier sind die Termine und Themenschwerpunkte der nächsten drei Monate:

10.09.: Anlaufpunkt gegen Arbeitsunrecht
Plus Themenschwerpunkt „Krank feiern oder gesund schuften? Krankheit und Arbeit“

08.10.: Anlaufpunkt gegen Arbeitsunrecht
Plus Themenschwerpunkt „40 Stunden – WTF! Arbeitszeitverkürzung, wie geht das?“

12.11.: Anlaufpunkt gegen Arbeitsunrecht
Plus Themenschwerpunkt „Bildungsurlaub“

Der Anlaufpunkt gegen Arbeitsunrecht wird organisiert von der Freien Arbeiter_innen Union Hamburg, der Grupo de Acción Sindical Hamburg, den Industrial Workers of the World Hamburg und Wilhelmsburg Solidarisch.

Flyer-Schreibwerkstatt

Am Samstag, den 09.09. | 13:00 bis 18:00 Uhr | Infoladen Wilhelmsburg 

Bei Wilhelmsburg Solidarisch treffen sich Menschen, die sich gegenseitig bei Problemen mit Behörden, Vermietern und Chefs unterstützen. Um unsere Interessen durchzusetzen schreiben wir nicht nur Briefe oder beraten und begleiten uns gegenseitig, sondern nutzen auch direkte Aktionen.

Zu öffentlichkeitswirksamen Aktionen gehört meistens auch das Schreiben von Flugblättern. Also kurze und verständliche Texte, die den konkreten Anlass einer Aktion kommunizieren, eine politische Einordnung geben und nach Möglichkeit auch noch zeigen wie man sich gemeinsam wehren kann. Das ist häufig ganz schön knifflig und erfordert neben Übung, Kenntnisse über handwerkliche Kniffe und technisches Know-How zum kollaborativen Schreiben.

Damit sich mehr Menschen zutrauen zu schreiben und Leute mit Erfahrung ihr Wissen teilen können, organisieren wir am Samstag, den 09.09. von 13:00 bis 18:00 Uhr eine Schreibwerkstatt im Infoladen Wilhelmsburg (Fährstraße 48).

Es werden eigene Textentwürfe verfasst und diskutiert. Es soll einen Input zum Handwerk „Texte verfassen“ geben und wir schauen uns an welche technologischen Lösungen es für kollektive Schreibprozesse gibt. Alle die etwas (dazu-)lernen möchten oder sich über ihre Tricks beim Schreiben austauschen möchten, sind herzlich eingeladen!

Widerstand gegen Prekarität in Europa: Erfahrungen aus dem spanischen Staat und der BRD

Der neoliberale Kapitalismus in den G20-Staaten charakterisiert sich durch eine Verschiebung des Risikos vom Kapital auf die ganze Bevölkerung. In allen Lebensbereichen führt dies zu wachsender Armut, weniger Rechten am Arbeitsplatz und schärferer Überwachung und Repression bei Erwerbslosigkeit. Dagegen wehren sich Initiativen, Gruppen, Einzelpersonen. Egal, ob es sich um geklauten Lohn, falsch ausgezahlte Stütze oder das ganz alltägliche Beschissenwerden handelt: Widerstand ist notwendig und er muss wahrgenommen werden. Vor diesem Hintergrund wollen wir einen Austausch über verschiedene Erfahrungen mit der Prekarität und den Widerstand dagegen, auf der Arbeit, gegen die Erwerbslosigkeit und gegen Ausbeutung ermöglichen. Zusammen mit verschiedenen Initiativen sollen Erfahrungen diskutiert werden und gemeinsame Wege ausgelotet.

Eingeladen sind:
Baladre (Koordination spanischer Initiativen gegen die Prekarität)
ALSO (Arbeitslosenselbsthilfe Oldenburg)
GAS (Grupo de Acción Sindical)
• Wilhelmsburg Solidarisch

Organisiert von:
• Blauer Montag
• GAS Hamburg
• AGIJ e.V.

Sonntag – 2. Juli – 18.00 Uhr
AGIJ e.V. – Thedestraße 99

Broschüre zum Thema Arbeit

Welche Rechte habe ich?
Wie setzte ich meine Interessen durch?
Wo finde ich Verbündete?

Diese Fragen versucht unsere neue Broschüre zum Thema »Arbeit« zu beantworten. Denn wer vereinzelt oder in ungesicherten Arbeitsverhältnissen schuften muss, hat es schwer, sich zu wehren. Egal ob als Pflegerin in einem Ambulanten Pflegedienst, als Kurierfahrerin oder als Verkäufer, in der Leiharbeit und anderswo. Oft steht man dem Chef alleine gegenüber. Zum Teil kennt man seine Kolleg_innen kaum. Das macht es schwer, auch nur die gesetzlichen Mindestrechte einzufordern und durchzusetzen. Sich und die Kolleg_innen über ihre Arbeitsrechte zu informieren, kann ein erster Schritt sein, um dem Chef entgegenzutreten.

Du willst auch bessere Bedingungen in deinem Job durchsetzen? Du willst weniger arbeiten oder ganz aufhören zu arbeiten? Deine Chefin schuldet dir noch Geld? Wir unterstützen dich!

Bei Wilhelmsburg Solidarisch treffen sich einmal im Monat in der AG Lohnarbeit alle von uns, die über ihre Arbeitsverhältnisse reden wollen und überlegen, wir wir gemeinsam mit Kolleg_innen unsere Interessen durchsetzen können. Gerade wenn du im Betrieb das Gefühl hast, alleine zu sein, kann eine Unterstützung von außen wichtig sein. Wir halten zusammen und können dadurch mehr erreichen. Wir können dir mit Rat und Tat zur Seite stehen, Rechtsratgeber wälzen, Räume für Treffen organisieren, bei der Erstellung von Flugblättern helfen und gemeinsam Aktionen planen.

TERMINE
AG Lohnarbeit… Wir sprechen über unsere Arbeitsverhältnisse und überlegen, wie wir gemeinsam mit Kolleg_innen unsere Interessen durchsetzen können.
Jeden 2. Sonntag im Monat von 14.00 – 17.00 Uhr. Fährstraße 48.
Anlaufpunkt… Gegenseitige Beratung und Unterstützung bei Problemen rund um Arbeit, Aufenthalt, Jobcenter und Wohnen.
Jeden 1. und 3. Mittwoch im Monat von 16.00 – 18.00 Uhr. Fährstraße 48.

Treffen wegen der Zwangsräumung im Otterhaken

Liebe Zwangsräumungssolidarische,

im Januar ist die letzte Rate für die Anzeigen wegen Hausfriedensbruch bei Heikos Zwangsräumung  fällig geworden. Wir schlagen deshalb vor uns erneut zu treffen, um zu schauen, wer zur Zeit Geld benötigt, wieviel wir haben und wie wir uns weiter um eine gemeinsame Finanzierung kümmern müssen.

Am 26. Januar 2015 ließ der Bauverein Reiherstieg unseren Freund und Mitstreiter Heiko nach 15 Jahren aus seiner Wohnung im Otterhaken räumen. Der Grund war eine verspätete Mietzahlung und das Heiko sich auf Genossenschaftsversammlungen für mehr Transparenz und die Rechte der Mieter_innen eingesetzt hat. Wir haben damals versucht gemeinsam Heikos Zwangsräumung zu blockieren.

Alle Personen die sich im Treppenhaus aufgehalten haben, erhielten daraufhin
eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch. Die Verfahren wurden gegen
Geldzahlungen eingestellt. Damit wir uns auch in Zukunft trauen für
unsere Rechte einzusetzen und damit niemand auf den Kosten sitzen
bleibt, organisieren wir Soli-Partys und sammeln Spenden.

Wir treffen uns am Freitag, den 03.02 um 19:00 im Hausprojekt GoMokry (Mokrystraße 3, Bewegungsraum im EG)

Wenn ihr uns unterstützen möchtet, könnt ihr zu den Öffnungszeiten im Infoladen und im Black Ferry Spenden abgeben. 

Immer Ärger mit der AOK

aokii2016Am Dienstag konnten wir mit einem Go-In bei der AOK die Streichung von Schulden im vierstelligen Bereich erreichen.

Mal wieder hatte die AOK unrechtmäßig mehrere tausend Euro
Beitragsnachzahlung verlangt. Wieder wurde jemand monatelang als
Spitzenverdiener geführt. In Wirklichkeit war Stefan* zur
fraglichen Zeit erwerbslos. Und obwohl das der AOK mehrfach mitgeteilt
wurde, ignorierte sie Briefe und Anrufe und schickte weiter Mahnungen. Deshalb machten wir uns am Dienstag auf den Weg zur Geschäftsstelle der AOK in Wilhelmsburg, um die Streichung der Schulden kollektiv zu fordern.

Wir wissen, dass das Öffentlichmachen dieser Praktiken der AOK unangenehm ist. Deshalb informierten wir als erstes alle anwesenden Kund_innen über die Methoden der AOK und Stefans Konflikt. Der zuständige Mitarbeiter war davon gar nicht begeistert und wollte nur mit einer kleinen Delegation über Stefans Schulden sprechen. Wir ließen uns darauf ein und einige Kund_innen kamen nach dem Gespräch mit dem Mitarbeiter der AOK auf uns zu und fragten ob alles gut gegangen sei. Das war eine schöne Bestärkung.

Immer wieder haben Leute von uns Ärger mit den Krankenkassen. Manchmal
werden zu höhe Löhne zur Berechnung veranschlagt. In anderen Fällen wird
das Krankengeld trotz Attest direkt nach einer Woche eingestellt, weil »nach Aktenlage« entschieden wurde, dass man jetzt wieder gesund sei. Oder die Krankenkassen trödeln lange herum bis dringend benötigte Leistungen gezahlt werden. Die Krankenkassen versuchen Geld zu sparen, wo immer es möglich ist. Damit machen die Krankenkassen viele Menschen erst recht krank. Ausgerechnet wenn es uns nicht gut geht, müssen wir plötzlich Briefe schreiben, Anrufe tätigen und darum bangen morgen noch mit einem Auskommen und ohne Schulden dazustehen. Die Krankenkassenbürokratie macht Stress, statt gesund. Besonders, wenn man alleine ist.

Kollektive Aktionen und gegenseitige Unterstützung sind unser Weg, uns zu wehren, weniger allein zu sein und uns unseren Zugang zum Gesundheitssystem zu erkämpfen.

*Name geändert

Everyday all day: Perspectives on self-organization in everyday struggles

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Hier ist die deutsche Version dieses Textes.
Aquí encuentras la versión española.

It’s Monday morning and the weekend is over. There’s the blues again – trouble at work, trouble with government agencies, trouble with the landlord. As strong as we feel at demonstrations or amongst our circle of friends, we often feel alone facing the troubles in everyday life. It seems to be the same for others, too: there’s the neighbour who seems to be nice but is always tired and harried from her job, or the friend who is facing a lawsuit for being unable to pay his bills. But more often than not, everybody is dealing with allegedly private, personal problems alone.

To counter this miserable condition with political action, for quite some time now some left-wing groups rely on self-organization in everyday struggles. Be it in their respective neighbourhoods or having a specific topic (e.g. renting and evictions or unemployment), people get together to exchange experiences and find solutions for the impositions of bureaucratic-capitalist normality. They organize themselves as those affected by the terror of labor, deportations or the craziness of government agencies. Bureaucracy is countered by clever joint political action, isolation with practical solidarity.

This open forum will discuss the current state and future perspectives of self-organization in everyday struggles in a (self-)critical way. We want to give some of the above mentioned groups an opportunity to talk about the questions that arise out of their political praxis: What strategic topics and problems are currently debated? When are the groups successful – and where do they fail? What do everyday struggles and self-organization have to do with the possibility of broader social transformation?

The following groups will be represented on the panel:
• BASTA! is counseling unemployed people and organize them for joint political action against „Jobcenters“.
FAU Berlin successfully engages in grassroots union work.
• Oficina Precaria Berlin supports, counsels and organizes migrants facing problems with German government agencies and the German social system.
• Wilhelmsburg Solidarisch relies on self-organization and direct action where people are facing problems with landlords, government agencies and their bosses at work.

The event will be held in English. A simultaneous translation into German will be available.

Supported by the AStA of the Universität Hamburg and by the AStA of the Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg.

Friday – 2/12 – 19.30
Rote Flora – Achidi-John-Platz 1

Alle Tage Alltag: Perspektiven der Selbstorganisation in Alltagskämpfen

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Click here for the English translation.
Aquí encuentras la versión española.

Montag morgen, das Wochenende ist vorbei. Da ist wieder der Ärger auf der Arbeit, mit den Ämtern und Behörden, mit dem Vermieter – Katerstimmung ist angesagt. So stark wir uns etwa bei Demos oder im Kreise unserer Freund_innen fühlen, so einsam fühlen wir uns oft im Ärger des Alltags. Auch anderen scheint es so zu gehen: da ist die Nachbarin, die immer nett wirkt, aber wohl total abgehetzt und gestresst von ihrem Job ist, oder der Kumpel, der ein Gerichtsverfahren am Hals hat, weil er angeblich Rechnungen nicht bezahlt hat. Doch nur allzu oft strampelt sich jede_r alleine mit vermeintlich rein privaten, persönlichen Problemen ab.

Um diesem miserablen Zustand mit politischer Praxis zu begegnen setzen seit einiger Zeit verschiedene linke Gruppen auf Projekte der Selbstorganisation in Alltagskämpfen. Ob im jeweiligen Stadtteil oder in eher thematisch ausgerichteten Gruppen – etwa zu Entmietung und Zwangsräumung oder zur Erwerbslosigkeit – finden sich Menschen zusammen, um Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam Lösungen für die Zumutungen des bürokratisch-kapitalistischen Normalzustandes zu finden. Sie organisieren sich selbst als Betroffene etwa von Lohnarbeitsterror, Abschieberegime oder Ämterwahnsinn. Dem Zugriff der Bürokratie wird eine findige kollektive Praxis entgegengesetzt, der Vereinzelung die praktische Solidarität.

Die Podiumsdiskussion will sich (selbst)kritisch mit dem gegenwärtigen Stand und den zukünftigen Perspektiven der Selbstorganisation in Alltagskämpfen auseinandersetzen. Wir wollen einige dieser Gruppen zu Wort kommen lassen und gemeinsam mit ihnen Fragen ihrer politischen Praxis diskutieren: Mit welchen strategischen Themen und Problemen schlagen sich die Gruppen gerade rum? Wo sind sie erfolgreich – und an welchen Stellen scheitern sie? Was gelingt ihnen gut, wo kommen sie nicht weiter? Was haben Alltagskämpfe und Selbstorganisation mit den Bedingungen und Möglichkeiten für gesellschaftliche Transformation zu tun?

Die folgenden Gruppen werden auf dem Podium vertreten sein:
• BASTA! macht Erwerbslosenberatung im großen Stil und bindet die
Personen, die in der Beratung waren, in eigene Kampagnen und Aktionen zum
Schwerpunkt Jobcenter ein.
• Die FAU Berlin leistet in den letzten Jahren erfolgreiche basisgewerkschaftliche Arbeit.
• Oficina Precaria Berlín unterstützt, berät und organisiert Migrant_Innen mit Blick auf Probleme mit den deutschen Behörden und dem deutschen Sozialsystem.
 Wilhelmsburg Solidarisch setzt auf Selbstorganisation und direkte Aktionen bei Problemen mit Behörden, Vermieter_innen und Chef_innen.

Veranstaltungssprache: Englisch mit deutscher Flüsterübersetzung

Mit freundlicher Unterstützung durch den AStA der Universität Hamburg und den AStA der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg.

Freitag – 2.12. – 19.30
Rote Flora – Achidi-John-Platz 1

Gemeinsam gegen die AfD

antifalogo-svgAm Samstag, den 19. November will die AfD am Hauptbahnhof demonstrieren. Die Politik der AfD ist ein Angriff auf alle Menschen, die solidarisch leben und handeln. Ein Angriff auf Homosexuelle und Transmenschen. Auf Geflüchtete und Migrant_innen. Auf alle, die nicht in die simple Streichholzschachtelwelt deutscher Spießer passen. Kurz: Die AfD ist ein Angriff auf das gute Leben.

Deshalb werden auch aus Wilhelmsburg Menschen an den Gegenprotesten teilnehmen. Wir treffen uns am Samstag um 13 Uhr im Infoladen Wilhelmsburg (Fährstr. 48).

Komm vorbei, egal ob das deine erste Demo ist oder du schon zig Aktionen gegen die AfD hinter dir hast. Wer keine Gruppe hat, mit der er auf der Demo verabredet ist, kann sich uns anschließen. Wir werden in der Innenstadt bleiben, bis die Aktionen gegen die AfD beendet sind und dann gemeinsam zurück nach Wilhelmsburg fahren.

Mitbringen: Ausweis, Geld, warme Klamotten, Essen & Trinken
Zu Hause lassen: Handy, Alkohol, Drogen

Post wegen der Zwangsräumung im Otterhaken?

Liebe Zwangsräumungs Solidarische,



bei vielen von uns ein Schreiben der 
Staatsanwaltschaft eingegangen. Hier findet ihr die gesammelten Informationen der letzten Treffen und wie ihr unterstützen könnt.

 Falls ihr auf die Einstellung des Verfahrens gegen Geldzahlung eingehen wollt, sind die ersten beiden Punkte interessant für euch. Falls ihr nicht auf das Einstellungsangebot eingehen möchtet, kommt am Besten beim nächsten Treffen am 24.08 vorbei.

Zur im Brief genannten Frist…
Vielen von uns war aufgrund der schwammigen Formulierung nicht ganz
 klar, wann die Rückmeldefrist abläuft. Inzwischen haben wir uns 
telefonisch bei der Staatsanwaltschaft darüber informiert. Deren Aussage war wie
folgt…

 Für alle Menschen die das Schreiben im Juni oder Juli bekommen haben 
gelte der 01.08. als Frist für eine Rückmeldung.

Vorschlag Geld an soziale Einrichtungen weiterzuleiten, statt an die Staatskasse…
Alle, die das Angebot zur Einstellung des Verfahrens von der Staatsanwaltschaft annehmen wollen, können beantragen, dass das Geld zugunsten einer sozialen Einrichtung verwendet werden soll. Ein Fax an die Staatsanwaltschaft zu schicken reicht dazu aus. Das ist auch möglich wenn ihr schon überwiesen habt. Einen Formulierungsvorschlag für ein solches Fax findet ihr hier. Bei den im Faxentwurf aufgeführten Vereinen, handelt es sich  natürlich um Vorschläge, die ihr kürzen, abändern oder übernehmen könnt.

Finanzielle Unterstützung…
Unsere Absprache ist, dass alle entstehenden Kosten im Zusammenhang mit der Zwangsräumung
 solidarisch getragen werden sollen. Diejenigen, die über keine oder
 sehr geringe finanzielle Mittel verfügen, sollen dabei Vorrang haben.

Falls ihr euch entschieden habt, das Angebot auf 
Einstellung gegen Zahlung anzunehmen, könnt ihr einen Antrag an
 die Rote Hilfe stellen, damit ein Teil der Kosten übernommen werden kann.
 Hierfür wurde ein Antrag vorformuliert. Neben diesem Schreiben, müsst ihr außerdem eine Kopie des Einstellungsangebots der Staatsanwaltschaft an die Rote Hilfe schicken.

Bitte denkt daran das Solidarstrukturen dann funktionieren, wenn wir sie gemeinsam tragen. Alle, die nicht Mitglied bei der Roten Hilfe sind, können erwägen das zu tun. Infos dazu gibt’s hier.

Ich möchte euch unterstützen…
Wenn ihr uns unterstützen möchtet, könnt ihr im Infoladen und im Black Ferry Spenden abgeben. Wenn ihr selbst Spendendendosen aufstellen möchtet freuen wir uns natürlich! Falls ihr keine Lust habt selbst welche zu basteln, gibt es noch welche im Infoladen. Kommt einfach am Bürotag (Jeden 1. und 3. Mittwoch im Monat 12.00-15.00) auf uns zu. Ansonsten kommt gerne zum Treffen am 24.08. vorbei, auf denen wir gemeinsam über weitere politische Aktionen und Möglichkeiten der kollektiven Finanzierung sprechen.