Kategorie-Archiv: Termine

Auf Tour durch Wilhelmsburg

Im Mai findet das erste Mal ein zusätzlicher Analufpunkt unter freiem Himmel statt. Wir wollen ab sofort regelmäßig Anlaufpunkte an unterschiedlichen öffentlichen Orten anbieten und so mit mehr Menschen im Stadtteil ins Gespräch kommen. Los geht es am Sonntag, den 3. Mai von 15 bis 17 Uhr im Sanitaspark (bei Regen im Infoladen, Fährstr. 48). Es wird Sitzgelegenheiten geben, außerdem Kaffee, Kekse und einen kleinen Infotisch.

Sanitaspark KopieZum Anlaufpunkt sind alle herzlich eingeladen, die sich mit Vermieter*innen, Chefs und Behörden rumärgern und sich gegenseitig unterstützen wollen.

Egal ob kleine Frage oder großes Problem. Wir stecken die Köpfe zusammen und suchen nach Lösungen. Die Themen sind vielfältig: Lohnklau, Jobcenterschikane, Zwangsräumungen und Aufenthaltsprobleme sind nur einige Beispiele. Diesen Konflikten begegnen wir kollektiv und solidarisch. Wir beraten uns gegenseitig, gehen zusammen zu Ämtern, schreiben Widersprüche, stellen Kontakte her und machen öffentlichkeitswirksame, direkte Aktionen.

Wir wissen, dass unsere Probleme nicht individuelle, sondern gesellschaftliche Ursachen haben. Deshalb wollen wir langfristig Strukturen gegenseitiger Hilfe und Solidarität etablieren, die allen zugänglich sind. So hoffen wir eines Tages über alle Dinge, die unsere Leben bestimmen, selbst entscheiden zu können.

Filmvorführung: Sí se puede. Sieben Tage bei der PAH Barcelona

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Filmvorführung und Diskussion über den Widerstand gegen Zwangsräumungen in Spanien.
Mit der Aktivistin Maka Suarez aus Barcelona.

Ein Dokumentarfilm von Comando Video | 42 Minuten | Spanisch mit deutschen Untertiteln

So. – 26.04. – 16.00 Uhr
Honigfabrik – Industriestr. 125 – 131
Eintritt frei


Seit Anfang der Krise im Jahr 2007 gab es in Spanien um die 550.000 Anordnungen, Zwangsräumungen zu vollstrecken. Angesichts dieser Notsituation und einer ihr passiv gegenüber stehenden Regierung war eine Reaktion der Zivilgesellschaft unumgänglich. Im Jahr 2009 wurde in
Barcelona die PAH gegründet, die Plattform der Hypothekenbetroffenen,
eine Bürger_innenbewegung, die das Recht auf würdigen Wohnraum
verteidigt. Die PAH hat heute spanienweit über 200 Knotenpunkte und hat
sich damit zur wichtigsten Opposition gegenüber der Wohnraumpolitik der
spanischen Regierung entwickelt.

‘Sí se puede. Sieben Tage bei der PAH Barcelona’ erzählt vom Alltag der
Plattform der Hypothekenbetroffenen innerhalb von einer Woche, die eine
beliebige Woche ihrer unermüdlichen Aktivitäten sein könnte. Sieben
Interviews (kombiniert mit Bildmaterial aus einem Zeitraum von über
einem Jahr) führen die Zuschauer_innen durch die verschiedenen
wöchentlichen Aktivitäten, die die PAH Barcelona durchführt –
illustriert durch konkrete Fälle und kleine Anekdoten aus dem Alltag.

Die Dokumentation hat die Kameras auf das Innere der Organisation
gerichtet, um – neben dem Drama der Zwangsräumungen – die enorme,
unsichtbare Arbeit zu zeigen, die innerhalb der PAH geleistet wird und
den Prozess der Transformation und der Selbstermächtigung der Personen,
die die PAH bilden.

Trailer :
Der Trailer ist leider nur mit englischen Untertiteln verfügbar. Der Film wird aber mit deutschen Untertiteln gezeigt.

Einladung zur Infoveranstaltung „Wilhelmsburg Solidarisch stellt sich vor“

Seit September letzten Jahres gibt es mit Wilhelmsburg Solidarisch einen etwas anderen Versuch mit sozialen Konflikten umzugehen. Zwei Mal im Monat bieten wir einen Anlaufpunkt für alle, die sich mit Vermieter*innen, Chefs und Behörden rumärgern und sich gegenseitig unterstützen wollen.

Die Themen sind vielfältig: Lohnklau, Jobcenterschikane, Zwangsräumungen und Aufenthaltsprobleme sind nur einige Beispiele. Diesen Konflikten begegnen wir kollektiv und solidarisch: Wir gehen gemeinsam zu Ämtern, schreiben Widersprüche, stellen Kontakte her oder versuchen Zwangsräumungen mit Blockaden zu verhindern.

Wo es möglich und sinnvoll ist, setzen wir auf öffentliche und direkte Aktionen. Wir benennen und bekämpfen die gesellschaftlichen Ursachen, die den Problemen zu Grunde liegen, um nicht Gefahr zu laufen, nur an den Symptomen herumzudoktern. Auch deshalb ist unser langfristiges Ziel, Strukturen gegenseitiger Hilfe und Solidarität zu etablieren, die allen zugänglich sind.

Wir möchten alle, die unser Konzept spannend finden, einladen, uns näher kennenzulernen. Wir freuen uns auf Leute, die ein neues politisches Projekt suchen, auf Menschen, die im sozialen Bereich arbeiten und sich mit uns vernetzen wollen sowie auf alle, die einfach mal vorbeischauen wollen.

Dienstag, 31.3. um 18:30 in der BI Wilhelmsburg (Rudolfstr.5)