Mieterlass fordern

Mit Kurzarbeit und Wegfall von prekären Jobs ist es für Viele schwerer bis unmöglich geworden, die Miete zu zahlen. Die Bundesregierung hat jetzt zwar die Möglichkeiten beschränkt, wegen fehlenden Mietzahlungen gekündigt zu werden. Dies gilt aber nur vorübergehend und auch nur wenn die Mietrückstände ausschließlich aus der Zeit April bis Juni 2020 stammen. Die Miete aus diesen drei Monaten bleibt ihr trotzdem schuldig und zwar mit Zinsen. Verklagt werden könnt ihr wegen der Mietrückstände auch genauso wie vorher und müsst dann noch die Prozesskosten zahlen.

Warum sollen eigentlich Mieter*innen die Kohle während der Krise weiterzahlen und Vermieter*innen das Geld weiter einstreichen als ob nichts gewesen wäre? Verstehen wir auch nicht. Was wir tun können ist, unsere Vermieter*innen ansprechen und zu fordern, dass die Miete gesenkt werden muss und darüber eine schriftliche Vereinbarung geschlossen wird.

Wir schließen uns zusammen und unterstützen uns dabei, dieser Forderung Nachdruck zu verleihen. Fest steht: Wenn wir unsere Vermieter*innen nicht ansprechen, wird gar nichts passieren.

Unten findet Ihr Flyer in verschiedenen Sprachen und einen Fragebogen (nur in deutsch) zum Ausdrucken. Ab Dienstag, 14.04. wird es die Flyer auch zum Abholen im Infoladen und bei Black Ferry in der Fährstraße geben. Gebt die Flyer euren Nachbar*innen und tauscht euch darüber aus, wie ihr einen Mieterlass erreichen könnt.


Mieterlassfragebogen deutsch

Mieterlassflyer deutsch

Flyer türkçe

Flyer english

Flyer français

Corona Newsletter Nr. 3

Hier der 3. Newsletter von Wilhelmsburg Solidarisch mit Infos zu aktuellen Neuregelungen in Zeiten von Corona vom 07.04.2020

Wir haben uns bemüht, wichtige Neuerungen rauszusuchen, zu erläutern und mit Einschätzungen zu versehen. U.a. deshalb, weil derzeit ständig Artikel geteilt werden, in denen suggeriert wird, alles und alle seien abgesichert und unter „dem Schutzschirm“. Wir wünschen uns einen kritischen Umgang mit diesen News, meist haben die neuen Regelungen Fallstricke und Ausschlüsse.

Diese Infos stellen den aktuellen Stand dar und können sich dementsprechend wieder ändern, wie zur Zeit alles in Veränderung ist.

Schickt uns gerne Links zu neuen (gesicherten) Erkenntnissen rund um Geld, Sozialgesetzen und Co. Auch Fragen die euch bewegen sind gern willkommen. Fragen und Links an: solidarisch@riseup.net

Denkt auch daran, dass St. Pauli Solidarisch und wir in Zukunft online Anlaufpunkte abhalten. Wenn ihr Menschen kennt, die nicht an Online-Veranstaltungen teilnehmen können, setzt uns bitte darüber in Kenntnis (über die Email oben), damit wir eine Lösung finden. Keine*r bleibt allein – Die Körper nicht die Herzen sollen distanziert sein!

Inhaltsübersicht

  • 450 Euro Job, kein Kurzarbeitsgeld
  • Corona Hilfen / Zuschüsse für Selbstständige, die mit Hartz IV aufgestockt haben
  • Erfahrungen mit Neuanträgen Hartz IV
  • Studieren in der Corona Zeit
  • Zuschlag für Eltern mit Geldeinbußen
  • Bußgelder

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Corona Newsletter Nr. 2

Hier der 2. Newsletter von Wilhelmsburg Solidarisch mit Infos zu aktuellen Neuregelungen in Zeiten von Corona vom 31.03.2020.

Wir haben uns bemüht, wichtige Neuerungen rauszusuchen, zu erläutern und mit Einschätzungen zu versehen. U.a. deshalb, weil derzeit ständig Artikel geteilt werden, in denen suggeriert wird, alles und alle seien abgesichert und unter „dem Schutzschirm“. Wir wünschen uns einen kritischen Umgang mit diesen News, meist haben die neuen Regelungen Fallstricke und Ausschlüsse.

Schickt uns gerne Links zu neuen (gesicherten) Erkenntnissen rund um Geld, Sozialgesetzen und Co. Auch Fragen die euch bewegen sind gern willkommen. Fragen und Links an: solidarisch@riseup.net

Denkt auch daran, dass St. Pauli Solidarisch und wir in Zukunft online Anlaufpunkte abhalten. Wenn ihr Menschen kennt, die nicht an Online-Veranstaltungen teilnehmen können, setzt uns bitte darüber in Kenntnis (über die Email oben), damit wir eine Lösung finden. Keine*r bleibt allein – Die Körper nicht die Herzen sollen distanziert sein!

Heute letzter Tag zur ALG II / Wohngeld Antragstellung für März!
Wenn ihr überlegt einen Antrag auf Hartz IV / Wohngeld zu stellen könnt ihr nur noch heute den Antrag stellen um ab März Geld zu bekommen. Eine Einfache Mail an das Jobcenter mit dem Satz „Hiermit beantrage ich Leistungen nach ALG II“ mit eurem Namen und Adresse davor reicht dafür erstmal aus. Alles weiteren Infos und Formulare können nachgereicht werden.
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Corona-Newsletter Nr. 1

Hier der erste Newsletter mit Infos zu aktuellen Neuregelungen in Zeiten von Corona vom 24.03.2020.

Wir haben uns bemüht, wichtige Neuerungen rauszusuchen, zu erläutern und mit Einschätzungen zu versehen.

Schickt uns gerne Links zu neuen (gesicherten) Erkenntnissen rund um Geld, Sozialgesetze und Co. Auch Fragen die euch bewegen sind gern willkommen. Fragen und Links an: solidarisch@riseup.net

Denkt auch daran das St. Pauli Solidarisch und wir in Zukunft online Anlaufpunkte abhalten. Wenn ihr Menschen kennt, die nicht an Online-Veranstaltungen teilnehmen können, setzt uns bitte darüber in Kenntnis (über die Email oben), damit wir eine Lösung finden. Keine*r bleibt allein – Die Körper nicht die Herzen sollen distanziert sein!

Aktuelle Regelungen zu Mietenausfällen:

Der Gesetzgeber sagt, es soll in diesen Zeiten niemand um seine Wohnung bzw. Miete fürchten. Die großzügigen Angebote dazu sind: Stundung, Stundung, Stundung. Das bedeutet lediglich einen Aufschub der Miete und ist keine Lösung für alldiejenigen, die gerade so viel verdienen, dass sie durch den Monat kommen. Immerhin sollen Räumungen für diese Zeit ausgesetzt werden. Es bleibt offen, was mit den aus dieser Zeit entstandenen Mietschulden dann ist. Ansonsten habe die FDP angeblich gefordert, stattdessen lieber ein erhöhtes Sonderwohngeld auf den Weg zu bringen. Wir bleiben dran.

Wir empfehlen dringend, sich mit Nachbar_innen zu vernetzen und mit den Vermieter_innen in Verhandlungen zu gehen. Unser Vorschlag für eine Verhandlungsgrundlage wären 50% der Nettokaltmiete mindestens für die Zeit der Lohnausfälle durch Corona.
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Treffen in Zeiten von Corona

AKTUALISIERT am 13.05.

Nach wie vor ist es schwierig, unterschiedliche Bedürfnisse, Notwendigkeiten und Risiken unter einen einen Hut zu bekommen, darum haben wir zwei 😉 (online und offline). Nun tauschen wir aber den Schwerpunkt. Es gibt gesundheitliche Sorgen und Sorgen vor polizeilicher Repression. Es gibt technische Schwierigkeiten und den Unwillen menschliche Kontakte in den Computer zu zwängen. Es gibt Vertrauensprobleme und Schwierigkeiten, Papiere gemeinsam anzuschauen und gleichzeitig ist es für manche leichter, sich nicht weit zu bewegen und für andere wichtig, das Haus zu verlassen. Alles ist berechtigt und damit deutlich, Widersprüche müssen (und wollen!) wir aushalten und mit ihnen arbeiten. Wie wir unsere Kollektivität erhalten, müssen wir gemeinsam erarbeiten.

Unsere derzeitige Entscheidungen sind folgende:

Alle bisherigen Zeiten bleiben erhalten.
Wir wollen nun wieder Treffen in Begegnung ausprobieren und zusätzlich
die Online-Option hier. Neu sind also wieder Treffen im Infoladen, konkret im Hof mit Abstand und ggf. Masken.

Das gilt bislang für den Anlaufpunkt und den Bürotag.

Survival of the sickest trifft sich bislang weiter online

Für das Reflexionstreffen ist noch keine Entscheidung getroffen. Es wird auf jeden Fall auch eine Online Option geben.

Weitere Infos zu den Online Treffen:

Wilhelmsburg bleibt solidarisch – Der Podcast

Wir freuen uns sehr, euch die vierte Folge unseres Podcasts präsentieren zu können. Der Podcast besteht diesmal nur aus der Aufnahme von der Infoveranstaltung Wilhelmsburg bleibt solidarisch – gestern – heute – morgen, die am 22. April gehalten wurde. Wir freuen uns über weitere Kritik, Anregungen, Kommentare und hoffen, dass wir uns bei unserem Bürotag, Anlaufpunkt, Reflexionstreffen oder Anlaufpunkt gegen Arbeitsunrecht wiedersehen.

Viel Spaß beim Hören!

WILHELMSBURG bleibt SOLIDARISCH

Infoveranstaltung – Wilhelmsburg Solidarisch – Gestern, Heute, Morgen
Montag, 22. April um 19 Uhr
Infoladen Wilhelmsburg, Fährstraße 48

Es sind nun ein paar Jahre vergangen und wir möchten uns mit euch über die solidarischen Aktionen und geführten Kämpfe der letzten Zeit austauschen und im Anschluss einen Blick in die Zukunft werfen. Wir wollen allen Interessierten konkret erzählen, was wir machen und wo ihr mitmachen könnt.

Wie kann unsere Struktur langfristig bestehen? Was sehen wir kritisch und wie können wir noch mehr Menschen werden? Wir wollen mit mehr Menschen Alltagskämpfe bestreiten, um eine Gegenmacht aufzubauen, gegenüber einem System, welches uns ausgrenzt, unterdrückt und beschneidet.

Ob Jobcenter, Ausländerbehörde, Chef*in oder Vermieter*in – wir möchten weiterhin ein solidarisches, kämperisches und emanzipatorisches Handeln in unterschiedlichen Lebensbereichen miteinander gestalten.

Kommt am 22.04.2019 um 19h im Infoladen Wilhelmsburg, Fährstraße 48, vorbei. Nach einem kurzen Input werden wir gemeinsam ins Gespräch kommen. Ihr seid herzlich eingelanden auch jeden 1. und 3. Mittwoch im Monat bei unserem regelmäßigen Bürotag von 12 – 15h und Anlaufpunkt um 16h vorbeizuschauen.

Aus der Krankheit eine Waffe machen – Der Podcast

Wir freuen uns sehr, euch die dritte Folge unseres Podcasts präsentieren zu können. Der Podcast ist in zwei Teile gegliedert. Zuerst hört ihr den Input, der auf dem Debattenabend zum Thema „Aus der Krankheit eine Waffe machen“ am 22. November 2018 gehalten wurde. Ab der 49. Minute folgt unser „Recap“, bei dem vier Leute aus der Vorbereitungsgruppe den Debattenabend Revue passieren lassen.

Zur Vorbereitung des Debattenabends haben wir zwei Texte zum Thema Krankheit gelesen. Für das maximale Hörvergnügen empfehlen wir euch vorm Podcast zuerst die zwei Texte zu lesen oder anzuhören.

Text zum (Mit-)Lesen: Sozialistisches Patienten Kollektiv – Die Geschichte des Sozialistischen Patienten Kollektivs

Text zum (Mit-)Lesen: Christine Miserandino – Die Löffel-Theorie

Optional kann, wer mag, auch noch folgende Texte lesen:

Text zum (Mit-)Lesen: Carolyn Lazard – Wie es ist, eine Person in Zeiten von Autoimmunität zu sein

Text zum Lesen: Sozialistisches Patienten Kollektiv – Aus der Krankheit eine Waffe machen

Zwangsräumung von Michael und seiner Tochter verhindern!

Michael und seiner Tochter im Grundschulalter droht die Zwangsräumung aus ihrer Wohnung im Chapeaurougeweg (dem Neubau des abgerissenen Backsteinensembles Elisa). Die beiden sollen wegen eines Konflikts geräumt werden, der sich frühzeitig mit einem einfachen Gespräch hätte beilegen lassen. Michael, seine Tochter und der Unterstützerkreis von St. Pauli Solidarisch und Wilhelmsburg Solidarisch waren heute gemeinsam in der Zentrale der Vereinigten Hamburg Wohnungsbaugenossenschaft (VHW) in Hohenfelde. Wir haben dort unser Schreiben an den Vorstand überreicht, mit dem Ziel den Konflikt im Rahmen eines Gesprächs zu klären.

Wir meinen: Michael und seine Tochter auf die Straße zu werfen, geht nicht klar und wollen uns gemeinsam mit der VHW an einen Tisch setzen, um den beiden auf Dauer ihren Wohnraum zu erhalten.

Brauchen wir Utopien – Der Podcast

Wir freuen uns sehr, euch die zweite Folge unseres Podcasts präsentieren zu können. Der Podcast ist in zwei Teile gegliedert. Zuerst hört ihr den Input, der auf dem Debattenabend zum Thema „Brauchen wir Utopien?“ am 20. September 2018 gehalten wurde. Ab der 33. Minute folgt unser „Recap“, bei dem vier Leute aus der Vorbereitungsgruppe den Debattenabend Revue passieren lassen.

Zur Vorbereitung des Debattenabends haben wir zwei Texte zum Thema Utopie gelesen. Für das maximale Hörvergnügen empfehlen wir euch vorm Podcast zuerst die zwei Texte zu lesen oder anzuhören.

Text zum (Mit-)Lesen: Bini Adamczak – Beziehungsweise Revolution (S. 44 – 55)

Text zum (Mit-)Lesen: Theodor W. Adorno – Sur l’eau